8. Feb 2008...9:00

Die Logik der Erwerbsarbeit

Zu den Kommentaren

Ich möchte an dieser Stelle wieder in die arbeitsethische Diskussion einsteigen und auf einen Beitrag von Stefan hinweisen und hier seine Schlussfolgerung zitieren:

In erster Linie geht es nicht um das Grundeinkommen. In erster Linie geht es darum, die Mittel so zu verwenden, dass es der Gesellschaft am meisten nützt. Wer einen besseren Vorschlag als das Grundeinkommen hat – her damit.

Ich will kein ideologischer Verfechter einer verrückten Idee sein. Es geht darum, herauszufinden, wie Leben und Arbeiten jenseits der der Logik der Erwerbsarbeit (die aus dem Industrialismus kommt) aussehen kann. 

4 Kommentare

  • Ja. Es benötigt neue Wege. Wege die einen “anderen” Lebensstil ermöglichen und die es vereinfachen sich in die Gesellschaft bzw. Menschen zu investieren ohne irgendwie ständig im “Gesellschaftlich-Aus” sowie “Finanziellen-Einbüßungen” steht.
    Ich glaube es braucht neue Wege; Formen damit etwas gelebt werden kann, was einen ganzen Staat in Bewegung versetzt. Menschen zur mündigkeit “gezwungen” werden und bestehende Systeme wie z.B. das Gesundheitswesen umdenken “müssen”.

  • Alter, dann schreibe. Ich warte sehnsüchtig auf Deine Gedanken. Wirklich. Its great to walk with you!

  • Hallo zusammen,

    tatsächlich ist das Grundeinkommen nur eine Antwort auf ein Problem. Ein Problem, dass den gesellschaftlichen Wohlstand gefährdet. Arbeit ist zum Selbstzweck geworden. Soll heißen, Unternehmen sind heute in erster Linie dazu da, dass sie Arbeit schaffen. Erst dann geht es um das Produkt.

    Diese Haltung ist verständlich, denn an der Arbeit hängt die Existenz der Menschen. Transfer- und Sicherungssysteme sind an die Arbeit gekoppelt. In diesem System ist es tatsächlich eine Katastrophe, wenn ein Unternehmen schließt. Das System ist ständig damit beschäftigt den Status quo aufrecht zu erhalten. Neue Unternehmen dürfen zwar dazu kommen, aber alte dürfen nicht wegfallen. Das ist widernatürlich. Neuen Unternehmen wird es darüber hinaus auch noch besonders schwer gemacht. Ein Existenzgründer verliert zunächst den gesellschaftlichen Schutz. Wird er krank bezahlt ihn keiner und er verliert womöglich noch Kunden und Aufträge. Wer sollte dieses Risiko eingehen, wenn er gleichzeitig in einem Angestelltenverhätltnis rundum abgesichert ist? Dabei braucht die Gesellschaft neue Unternehmen und Menschen, die mutig genug sind etwas zu wagen.

    So lange aber alle staatlichen Leistungen an die Erwerbsarbeit gekoppelt sind, wird Entwicklung verhindert und ein besonderes Maß an Ungerechtigkeit geschaffen. Die die “drin” (im festen Arbeitsverhältnis) sind erhalten alles und die “draußen” sind nichts.

    Insgesamt ist es verhängnisvoll eine Gesellschaft so an die Erwerbsarbeit zu koppeln, wie wir es tun.

    Das Problem ist, dass Arbeit zum Selbstzweck wurde. Das Grundeinkommen ist eine Antwort zur Lösung des Problems.

  • Sehr genial dein Beitrag. Danke Stefan. Ich wünsche dir den Mut, da deinen Weg zu gehen.


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