31. Mär 2008...19:25

Unerschütterlicher Glaube

Zu den Kommentaren

Völlig unerwartet hat mich heute morgen beim Durchblättern meiner Tageszeitung (Freies Wort/Meininger Tageblatt)  folgender Satz getroffen:” Bundesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften halten Vollbeschäftigung in Deutschland wieder für möglich.” Und zwar im nächsten Jahrzehnt!

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich dazu schreiben soll….

Aber weil man damit anscheinend immer noch Politik machen kann, lasse ich dieses Zauberwort für uns alle nochmal auf der Zunge zergehen.

V-O-L-L-B-E-S-C-H-Ä-F-T-I-G-U-N-G!

(Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass meine Kinder immer noch an den Osterhasen glauben. Es war mir bei aller Anstrengung nicht möglich, sie von diesem Gedanken abzubringen.)

4 Kommentare

  • Na ja, Vollbeschäfigung? Was heißt das, das die Arbeitslosenquote so bei 3 oder 4% liegt, denn Menschen, die nicht Arbeiten wollen oder nicht könnten oder aus bestimmten Gründen lieber zu Hause bleiben wird es immer geben. Aber du hast recht, das Wort klingt gut und um damit ein paar Wählerstimmen einzuholen mag es allemal herhalten. Ich selber bin Momentan akut von Arbeitslosikeit bedroht. Doch glaube ich nicht, dass ich längere Zeit (wenn überhaupt) in der Arbeitslosenstatistik auftauchen werden, denn wenn ich keine Arbeit bekomme,melde ich ein Gewerbe an (was ich im übrigen schon getan habe) und mache mich Selbstständig, denn Arbeitslos zu sein kommt mir gar nicht in die Tüte.
    Liebe Grüße
    Rudi

  • butcherakis

    Danke für deinen Kommentar. Mich freut, wie du mit der drohenden Arbeitslosigkeit umgehst. Ich merke: Du willst dein Leben gestalten und du lässt dich nicht von der “Perspektive von Arbeitslosigkeit” einschüchtern. Ich weiß, dass es sehr mutig und herausfordernd ist, sich selbständig zu machen. Aber ich bin gleichzeitig zutiefst davon überzeugt, dass es eine Lebens- und Arbeitsform ist, die sehr zu uns Menschen passt.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall in dieser Phase sehr viel Zuversicht und Weitblick (in der Mühle der Arbeitsagentur kann beides sehr schnell verloren gehen, da dort der Blick auf das Wesentliche normalerweise unerwünscht ist).

  • marcussplitt

    Als ich das gelesen habe dachte ich, ICH GLAUB ES NICHT, ICH GLAUBE ES EINFACH NICHT! Wie kann man sowas behaupten? Ja, das Selbständigen Dasein ist herausfordernd. Manchmal schwanke auch ich zwischen tiefster Überzeugung und Frust, wenn die Dinge sich nur langsam entwickeln.

  • Nehmen wir unseren Politikern doch ein wenig Verantwortungslast dafür, uns zu beschäftigen ab, indem wir selbständig sind. Eins darf man ja auch nicht vergessen: die Freude unserer Politiker an unserer abhängigen Beschäftigung hat ja auch viel mit Kontrollierbarkeit und Unselbständigkeit zu tun: wer mir Vollbeschäftigung verspricht, dem werd ich doch glauben…
    Das Leben ist kein Vollkaskoschaden! Und unsere Politiker sind nicht die Versicherungsgesellschaft.


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