9. Feb 2009
Jetzt bekommen wir einen Wirtschaftsminister, der nicht nur 11 Vornamen hat, sondern auch noch für politische Verhälntnisse recht jung ist (also sogar noch jünger, als ich es bin). Respekt, Respekt.
Ich musste da heute an meinen Hausarzt denken. Für einen Arzt in Ostdeutschland ist er extrem jung. Aber ehrlich: ich bin mir nicht ganz sicher, ob er fachlich wirklich auf dem Laufenden ist. Kürzlich war ich bei einer Check-up-Untersuchung, so wie man sie eben macht, wenn Mann so steil auf die 40 zusteuert. Er war insgesamt sehr zufrieden mit mir, nur sollte ich bei meinem Gewicht noch ein paar Zentimeter wachsen. Ein reiferer und erfahrenerer Arzt hätte wohl gleich bemerkt, dass ich in diesem Alter wirklich nicht mehr wachse…. Aber das nur mal so als Randbemerkung.
Eigentlich will ich auch gar nicht über das Alter schreiben, sondern über Bayern. Und eigentlich wollte ich darüber schon im Herbst schreiben, aber da hatte es nicht in meinen Blogrhythmus gepasst. Aber man bekommt immer eine zweite Chance:
Die letzte Bayernwahl hat ja etwas zutage gebracht, was ich immer noch gar nicht fassen kann: In Bayern gibt es Stämme! Und das wichtigste in der Politik, dass der Proporz an Stammesbrüdern aufrecht erhalten bleibt. Und wenn ein Stamm übermächtig wird, dann braucht es einen Ausgleich von einem anderem Stamm. Momentan ist wieder der Stamm der Franken dran, der darf jetzt Wirtschaftsminister werden und so ist der gute Herr zu Guttenberg vom Stamm der Franken, der geeignetste Stammesführer Wirtschaftsminister. Bayern allaf! Das ist Politk, so funktioniert unsere Demokratie meine Damen und Herren. Wir freuen uns, sie bei der nächsten Wahl begrüßen zu dürfen, wenn es heißt: Ihre Stimme für unseren Sumpf!
Nochmal zurück zum Alter: Herr von Guttenberg: Gut, dass Sie es geschafft haben. Unsere Generation ist jetzt dran.