Artikel getaggt mit ‘Veränderung’

25. Jun 2009

Neuland denken

Gestern war ich bei einer Veranstaltung bei der der Film “Neuland denken” von Daniel Kunle und Holger Lauinger aufgeführt wurde. Ich mag den Film (habe ihn nun zum 3. Mal gesehen) weil er einen sehr krassen und realen Einblick in den Strukturwandel im ostdeutschen ländlichen Raum berichtet – dieses Stimmungsbild macht fast depressiv und zum Glück bleibt er nicht dabei stehen. Ab der Mitte des Films werden Stück für Stück einzelne “Fenster” geöffnet, Beispiele gezeigt, wie Menschen anfangen mitten in diesem Umbrüchen zu gestalten und Chancen zu sehen. Es sind keine Hurra-Beispiele, keine “großen Sachen”, sondern zeigen auf, was möglich sein könnte. Der Film macht mir sehr Mut mit anderen zusammen in meiner Stadt und Region nach Möglichkeiten zu suchen. Ich könnte mir auch vorstellen den Film in den nächsten Monaten in Meiningen zur Aufführung zu bringen.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion (u. a. mit dem Journalisten und Filmemacher Holger Lauinger, dem Bürgermeister von Suhl und 2 Bundestagsabgeordneten) hörte ich von 2 Modellen, die ich beachtenswert empfinde und für eine weitere Entwicklung von Meiningen interessant sein könnten:

Das eine ist der sog. Bürgerhaushalt und stellt eine neue Art der Bürgerbeteiligung dar. Und das Zweite ist das Konzept von “Shared Space”, das in Deutschland in der Gemeinde Bohmte umgesetzt wird. Shared Space beinhaltet neue Ausgangspunkte für den Gebrauch, den Entwurf und die Unterhaltung unserer Strassen und öffentlichen Räume und hebt die herkömmliche Trennung der verschiedenen räumlichen Funktionen auf.

23. Mar 2009

Hoffenheim

Am Samstag bin ich durch das kleine Dorf Hoffenheim gefahren. Das Dorf das durch den Fußballverein in den letzten Monaten in die Schagzeilen gekommen ist. Auch wenn die Rangnick-Truppe gerade sehr herausgefordert ist, sind doch irgendwie eine besondere Mannschaft. Ich habe mich gefragt, für was Hoffenheim für mich steht. Mein Ergebnis: Für die Gestaltungskraft des Geldes!

25. Feb 2009

Die Chancen der Krise

In meinem letzten Beitrag habe ich mein Unverständnis über den Umgang der momentanen Krise zu Ausdruck gebracht und umrissen, dass momentan ein gigantisches Systemerhaltungsprogramm am laufen ist.

“Krisen sind, im persönlichen wie im Ökonomischen, immer auch `Offenbarungen`”, schreibt Matthias Horx in seinem “Krisenblog” (ist noch nicht wirklich ein richtiger Blog). Diese Krise sollte uns dazu zwingen die Wirklichkeit zu betrachten.

“Kommt uns das nicht aus dem privaten Leben bekannt vor? Wenn man weiterkommen will, muss man manchmal sein Leben neu beginnen. Sich von alten, falschen Mustern trennen. Krise heißt, anzuerkennen, was ist. Und dann neu zu beginnen. Schumpeter nannte das kreative Zerstörung, und erklärte es uns als Wesen der Wirtschaft. Und die Wirtschaft ähnelt in vielerlei Weise dem Leben selbst.” (Matthias Horx, Artikel vom 23.02.09)

Weil es so auf den Punkt bringt, gibt es gleich noch ein Zitat:

“In der Krise hört das Getöse des Altbekannten auf. In der Krise setzt sich, weil eine innere Revision stattfindet, das NEUE durch. Das ist Ihre Funktion. Im privaten wie im Wirtschaftlichen Leben. Im Kleinen wie in der großen Globalisierung.” (Matthias Horx, Artikel vom 16.02.09)
Diese Artikel sind sehr lesenswert!

Also machen wir uns auf und sehen die Chancen in der Krise, nutzen die Potentiale der Veränderung. Ein hilfreiches Blog könnte hifthappens.de werden. Maren Hessler und Marcus Splitt haben diese Projekt startet in dem Glauben, dass wir eben nicht in einer Finanz- oder Wirtschaftskrise stecken, sondern in einer Systemkrise. Mit shifthappens wollen sie neue Perspektiven anbieten. Ein Lesetipp zum Einstieg ist der Beitrag “Führung in der Krise”. Marcus Splitt einen Blick in die Organisation und glaubt, dass beim Potenzial der Mitarbeiter ein Schlüssel zur Neuausrichtung liegt.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.