Uli Hoeneß und der Realitätsbezug

Meine Einschätzung über die Ära Klinsmann beim FC Bayern habe ich schon an anderer Stelle abgegeben. Die Saison ist nun zu Ende und die Bayern sind sehr glücklich. Dank Jupp Heynckes haben sie doch noch die direkte Champions-League-Qualifikation geschafft. Und wäre der Erfolgstrainer (in 4 Jahren Bayern immerhin zweimal die Meisterschaft geholt) und Fußballlehrer schon früher da gewesen, dann wäre es wohl die größte Saison der Bayern überhaupt geworden. 13 von 15 möglichen Punkten aus 5 Spielen sind es unter seiner Führung geworden. Herr Hoeneß war sehr zufrieden und fragte, sich wo die Bayern wohl stünden, hätten sie immer so gespielt, wie in den letzten 5 Spielen. Das Rechenspiel ist sehr einfach. Rechnen wir die 5 Spiele hoch auf die gesamte Saision, dann hätten die Bayern 88 Punkte erreicht und wären so überlegen wie nie (und niemand sonst)  Meister geworden. Eine irre, überlegene Mannschaft, vor der ganz Europa sich fürchten muss. „Mir san mir“, heißt diese Form von Realitätsverlust. Die Frage ist, wann dieses Selbstverständnis sich ins Gegenteil verkehrt. Wäre doch schade, wenn Bayern nur noch im Mittelmaß der Bundesliga verkommt und andere, die nachhaltig an ihren Entwicklungen arbeiten die Bayern überholen.

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