Neuland denken

Gestern war ich bei einer Veranstaltung bei der der Film „Neuland denken“ von Daniel Kunle und Holger Lauinger aufgeführt wurde. Ich mag den Film (habe ihn nun zum 3. Mal gesehen) weil er einen sehr krassen und realen Einblick in den Strukturwandel im ostdeutschen ländlichen Raum berichtet – dieses Stimmungsbild macht fast depressiv und zum Glück bleibt er nicht dabei stehen. Ab der Mitte des Films werden Stück für Stück einzelne „Fenster“ geöffnet, Beispiele gezeigt, wie Menschen anfangen mitten in diesem Umbrüchen zu gestalten und Chancen zu sehen. Es sind keine Hurra-Beispiele, keine „großen Sachen“, sondern zeigen auf, was möglich sein könnte. Der Film macht mir sehr Mut mit anderen zusammen in meiner Stadt und Region nach Möglichkeiten zu suchen. Ich könnte mir auch vorstellen den Film in den nächsten Monaten in Meiningen zur Aufführung zu bringen.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion (u. a. mit dem Journalisten und Filmemacher Holger Lauinger, dem Bürgermeister von Suhl und 2 Bundestagsabgeordneten) hörte ich von 2 Modellen, die ich beachtenswert empfinde und für eine weitere Entwicklung von Meiningen interessant sein könnten:

Das eine ist der sog. Bürgerhaushalt und stellt eine neue Art der Bürgerbeteiligung dar. Und das Zweite ist das Konzept von „Shared Space“, das in Deutschland in der Gemeinde Bohmte umgesetzt wird. Shared Space beinhaltet neue Ausgangspunkte für den Gebrauch, den Entwurf und die Unterhaltung unserer Strassen und öffentlichen Räume und hebt die herkömmliche Trennung der verschiedenen räumlichen Funktionen auf.

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Die guten alten Zeiten

Heute habe ich bei Neu-Blogger und Neu-Staddtrat Michael einen Film gesehen, über den Meininger Stadtteil Jerusalem in dem ich 4 Jahre gelebt hatte und dort mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet habe. Der Film ist bestimmt 5 oder 6 Jahre alt. Ein interessantes Dokument: erstens weil es die Situation von „damals“ beschreibt und zweitens, weil ich da auch vorkomme  (ich werde senitmental – war schon eine sehr spannende Zeit).

Aufruf

Von 14. bis 20. September findet die 2. Woche des Grundeinkommens statt. Die Aktionswoche soll einen Beitrag dazu leisten, die Diskussion über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Ich habe mich dem Aufruf angeschlossen und würde gerne einen aktiven Beitrag in Südthüringen mitgestalten.

Auszug aus dem Aufruf:

„Neue Wege erfordern Engagement. Machen Sie mit, bringen Sie sich dort ein, wo Sie leben. Lassen Sie uns gemeinsam darüber nachdenken und diskutieren, welchen Beitrag ein bedingungsloses Grundeinkommen zu einem freiheitlich-demokratischen und solidarischen Zusammenleben leisten kann!“

Hoffenheim

Am Samstag bin ich durch das kleine Dorf Hoffenheim gefahren. Das Dorf das durch den Fußballverein in den letzten Monaten in die Schagzeilen gekommen ist. Auch wenn die Rangnick-Truppe gerade sehr herausgefordert ist, sind doch irgendwie eine besondere Mannschaft. Ich habe mich gefragt, für was Hoffenheim für mich steht. Mein Ergebnis: Für die Gestaltungskraft des Geldes!