Götz Werner kommt nach Meiningen

…hoffentlich, vielleicht in 2010.

Ich würde gerne einen der deutschen Vordenker zum bedingungslosen Grundeinkommen nächstes Jahr nach Meiningen holen. Heute morgen habe ich mit der Kommunikationsagentur gesprochen, die die Anfragen sondiert und habe die Eckdaten eines möglichen Vortrags erfahren. Jetzt gilt es die entsprechenden Partner zu finden.

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Aufruf

Von 14. bis 20. September findet die 2. Woche des Grundeinkommens statt. Die Aktionswoche soll einen Beitrag dazu leisten, die Diskussion über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Ich habe mich dem Aufruf angeschlossen und würde gerne einen aktiven Beitrag in Südthüringen mitgestalten.

Auszug aus dem Aufruf:

„Neue Wege erfordern Engagement. Machen Sie mit, bringen Sie sich dort ein, wo Sie leben. Lassen Sie uns gemeinsam darüber nachdenken und diskutieren, welchen Beitrag ein bedingungsloses Grundeinkommen zu einem freiheitlich-demokratischen und solidarischen Zusammenleben leisten kann!“

Zu wenig verstehe ich immer mehr

Die Reaktionen auf die sog. Krise kann ich immer weniger nachvollziehen. Klar, ich bin kein Volkswirt und muss auch das Meiste gar nicht verstehen. Und meine Ausbildung als Industriekaufmann bot auch nicht mehr als maximal das eins plus eins der großen wirtschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen. Doch das erste Fazit, das ich für mich ziehen kann ist Folgendes:

Es passiert gerade weltweit das größte und teuerste Systemerhaltungsprogramm der Geschichte.

Warum zu diesem Fazit komme, hängt mit folgenden Fragen zusammen:

  • Warum eigentlich sind sich auf einmal Frau Scheffler und die Gewerkschaften so einig, dass der Staat jetzt helfen müsse? Warum darf eine Unternehmerin sich nicht auch mal verzocken und wir nennen es einfach „unternehmerisches Risiko“?
  • Warum ist es überhaupt wieder so normal geworden nach dem Staat zu rufen?
  • Warum nennt man die Verschrottungsprämie jetzt offiziell Umweltprämie? Wo ist da der Nutzen für die Umwelt?
  • Warum subventionieren wir mit der Verschrottungsprämie die Automobilindustrie? Auf dem Markt kommen doch Angebot und Nachfrage zusammen und bilden den Preis. Warum ist die Automobilindustrie nicht Marktteilnehmer genug, um sinkende Nachfrage durch eine attraktive Preis- und Angebotspalette abzufangen?
  • Warum müssen wir eigentlich um alles in der Welt Arbeitsplätze erhalten? Wer hat dieses Axiom in die Welt gesetzt?
  • Warum wollen wir nicht über alternative Gesellschaftsmodelle (z. B. über das bedingungslose Grundeinkmmen) nachdenken – gerade jetzt in der Krise.

Eine Petition macht Furore

Die E-Petition beim Deutschen Bundestag für die Einführung des Grundeinkommens (ich berichtete) macht schon ganz schön Stress, zumindest ist der Server des Bundestages schon ganz schön überlastet.

Momentan sind es 20.263 Unterzeichner, dieser Petition, die eine Mutter aus Greifswald gestartet hatte. Kann diese Frau eine Lawine lostreten, die uns in eine andere Gesellschaft führt? Welche Auswirkungen diese Petition kurzfristig haben wird, kann ich nicht sagen, aber es zeigt sich, dass der Gedanke des Grundeinkommens eine kleine Lawine losgetreten hat. Der Gedanke des Grundeinkommens ist für immer mehr Menschen eine denkbare Utopie und totschweigen, lässt sich diese Utopie schon lange nicht mehr. Hunderte von Webseiten wiesen auf diese Petition hin.

Jetzt gilt es nochmal: Bis zum 10.02.09 17.02.2009 (Fristverlängerung, wg. den o.g. technischen Problemen!!!)  kann noch gezeichnet werden. Hier!

Wer ist gegen das Grundeinkommen?

Mit dieser Frage kommen wir womöglich der Sache näher, wenn es darum geht, zu ergründen, warum das Grundeinkommen womöglich nie kommt. Ich möchte die Frage hier nochmal konkretisieren:

Wer profitiert davon, dass die sozialen Sicherungen in unserem Land so bleiben wie sie sind?

Ich freue mich auf gute Antworten!

Und nach der Antwort gleich die aktuelle Petition FÜR das Grundeinkommen hier unterschreiben.