Ethische Diskussionen

Wir leben in einem Land in dem irgendwann die Grundlage dafür verloren ging, was nun ethisch wertvolles handeln ist und was dem widerspricht. Gerade in der Finanz- und Wirtschaftswelt wurde dieses Vakuum in den letzten Jahres doch sehr deutlich. Am 21. September 2009 bin ich Gastgeber einer Podiumsdiskussion zu diesem Thema. Nähere Infos gibt es auf unserer Business-Seite.

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Zu wenig verstehe ich immer mehr

Die Reaktionen auf die sog. Krise kann ich immer weniger nachvollziehen. Klar, ich bin kein Volkswirt und muss auch das Meiste gar nicht verstehen. Und meine Ausbildung als Industriekaufmann bot auch nicht mehr als maximal das eins plus eins der großen wirtschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen. Doch das erste Fazit, das ich für mich ziehen kann ist Folgendes:

Es passiert gerade weltweit das größte und teuerste Systemerhaltungsprogramm der Geschichte.

Warum zu diesem Fazit komme, hängt mit folgenden Fragen zusammen:

  • Warum eigentlich sind sich auf einmal Frau Scheffler und die Gewerkschaften so einig, dass der Staat jetzt helfen müsse? Warum darf eine Unternehmerin sich nicht auch mal verzocken und wir nennen es einfach „unternehmerisches Risiko“?
  • Warum ist es überhaupt wieder so normal geworden nach dem Staat zu rufen?
  • Warum nennt man die Verschrottungsprämie jetzt offiziell Umweltprämie? Wo ist da der Nutzen für die Umwelt?
  • Warum subventionieren wir mit der Verschrottungsprämie die Automobilindustrie? Auf dem Markt kommen doch Angebot und Nachfrage zusammen und bilden den Preis. Warum ist die Automobilindustrie nicht Marktteilnehmer genug, um sinkende Nachfrage durch eine attraktive Preis- und Angebotspalette abzufangen?
  • Warum müssen wir eigentlich um alles in der Welt Arbeitsplätze erhalten? Wer hat dieses Axiom in die Welt gesetzt?
  • Warum wollen wir nicht über alternative Gesellschaftsmodelle (z. B. über das bedingungslose Grundeinkmmen) nachdenken – gerade jetzt in der Krise.